Fersensporn

Wenn Fersenschmerzen auftreten und plötzlich jeder Schritt schmerzt und brennt, als sei man auf einen Nagel getreten, ist häufig ein Fersensporn die Ursache. Gute Schuhe und Einlagesohlen sorgen dafür, dass Fersensporn vermieden werden kann.

Neben Überbelastung sind oft auch Fußfehlstellungen die Ursache von Fersensporn. Viel zu viele Menschen benutzen falsches oder billiges Schuhwerk, vernachlässigen die Qualität und lassen sich stattdessen von rein modischen Aspekten leiten – die Folgen für die Füße und den Bewegungsapparat können jedoch auf Dauer verhängnisvoll sein. Daher raten wir bei der Schuhauswahl auf ein gutes Schuhbett, die richtige Schuhform und eine biegsame Sohle zu achten, damit ein guter Halt und eine gewisse Dämpfung beim Laufen gewährleistet ist und der Schuh gut abrollt.

Das ständige Tragen von Slippern sollte auf jeden Fall vermieden werden. Bergsteiger- und Sicherheitsschuhe sind im Regelfall ebenfalls sehr steif, aber auch hier gibt es Ausnahmen. Ansonsten können immer noch spezielle Einlagen Abhilfe schaffen und der Entwicklung von Fersensporn und/oder einer Sehnenplattenentzündung der Fußsohle (Plantarfasziitis) vorbeugen.

Im Sommer/Herbst leiden mehr Menschen unter Fersensporn. Dies liegt meist daran, dass sie den ganzen Sommer über flache Hausschuhe oder Pantoffel tragen oder beim Wandern und langen Fußmärschen auf falsches Schuhwerk setzen. Stabilität, Dämpfung und Abrollung sorgen für eine eine spürbare Entlastung des Fusses!

Was ist Fersensporn?

Unter Fersensporn wird ein dornartiger Knochenauswuchs am Fersenbein verstanden, der jedoch nicht zwangsläufig schmerzt. Während die Schmerzen in früheren Erkrankungsstadien oft erst nach längerer Belastung auftreten, können diese später permanent sein – meist werden sie mit einem Stechen oder Brennen beschrieben und selbst eine Ausstrahlung der Beschwerden ist möglich. Je nach Lage unterscheiden Mediziner zwischen dem unteren (plantaren) und dem oberen (hinteren) Fersensporn. Der untere (plantare) Fersensporn (Kalkaneussporn) entsteht an der Unterseite des Fersenhöckers, wo die kurzen Fußmuskeln und die Sehnenplatte der Fußsohle beginnen. Er löst heftige Druckschmerzen am mittleren unteren Ende des Fersenbeins aus. Wird der Fuß belastet, kommen stechende Schmerzen an der Fußsohle dazu. Im Extremfall können die Betroffenen nur noch mit dem Vorfuß auftreten. Der obere (hintere) Fersensporn (dorsale Fersensporn) tritt seltener auf. Er entwickelt sich am Ansatz der Achillessehne. Die Betroffenen spüren Druck und Schmerzen, wenn sie in festen Schuhen gehen oder stehen. Außerdem kann der Achillessehnenansatz schmerzen.

Was müssen Sie beim Kauf von Schuhen beachten, um Schmerzen in der Ferse zu vermeiden?

✔️ Passform: Der Schuh muss gut passen und sollte weder zu groß noch zu klein/eng sein sowie den Fuß und den Knöchel gut umschließen.

✔️ Fußbett/Sohlen: Um ein natürliches Laufbild zu gewährleisten, sollte ein Fußbett den Fuß optimal unterstützen. Manchmal hilft auch das Ersetzen der Standard-Sohle mit einer speziellen Sohle (zum Beispiel einer professionellen Fersenspornsohle), die wir auch gerne auf Maß anfertigen.

✔️ Dämpfung: Eine gute Fersenstütze und ein dämpfendes Kissen machen die Ferse weicher. Vor allem, wenn Sie bereits Fersenschmerzen haben, ist dies sehr wichtig!

✔️ Absatz: Eine kleine Erhöhung der Ferse (bis zu 1 cm) wird empfohlen und kann sogar heilend wirken. Der Fuß wird dadurch ein klein wenig nach vorne gebeugt, sodass Spannkräfte auf die Achillessehne und die Sehnenplatte verringert werden.

 

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Was tun bei Fersensporn?

Fersensporn sollte zuerst von einem Arzt festgestellt und zunächst konservativ behandelt werden. Vorrangiges Ziel ist die Druckentlastung des betroffenen Bereichs und somit die Linderung der den Sporn umgebenden Entzündung – zur Vorbeugung und Besserung der Situation sind auch Dehnübungen sehr hilfreich. Die endgültigen Maßnahmen werden letztendlich aber immer individuell auf den Patienten abgestimmt und reichen von Kälte- und Wärmeanwendungen über Ultraschallbehandlungen bis hin zu medikamentösen Therapien mit entzündungshemmenden Mitteln. Im schlimmsten Fall kann eine Operation nötig werden. Nahezu in allen Fällen wird allerdings auch der Besuch eines Schuhortohopäden empfohlen, um mit Einlagen etwaige Fußfehlstellungen zu korrigieren oder die Füße durch Fersenpolster mit Locheinlagen zu entlasten. Gerne stehen wir in diesem Bereich beratend und mit unseren Dienstleistungen und Produkten zur Seite!

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